Notaufnahme 24/7 Callcenter: 0212 581 3 333

Gesundheitsratgeber

Bluthochdruck (Hypertonie): Anzeichen und Behandlung der stillen Gefahr

Bluthochdruck ist ein weit verbreitetes Gesundheitsproblem, von dem weltweit Millionen Menschen betroffen sind. Die oft als „stille Krankheit“ bezeichnete Hypertonie verursacht meist keine deutlichen Beschwerden, sodass sie unbemerkt zu ernsten gesundheitlichen Problemen führen kann. Wird Bluthochdruck früh erkannt und angemessen behandelt, lassen sich lebensbedrohliche Folgen wie Herzinfarkt, Schlaganfall und Nierenerkrankungen verhindern helfen. Doch was genau ist Bluthochdruck, und wie lässt er sich in den Griff bekommen?

  1. Was ist Bluthochdruck?

Bei Bluthochdruck ist der Druck, den das Blut auf die Gefäßwände ausübt, höher als normal. Der Blutdruck besteht aus zwei Werten: dem systolischen Wert (Druck in den Arterien, wenn sich das Herz zusammenzieht) und dem diastolischen Wert (Druck in den Arterien, wenn sich das Herz entspannt). Eine Hypertonie wird diagnostiziert, wenn der systolische Wert über 130 mmHg und der diastolische Wert über 80 mmHg liegt.

  1. Anzeichen von Bluthochdruck

Bluthochdruck verursacht häufig keine Beschwerden, sodass die Erkrankung unbemerkt fortschreiten kann. Manche Menschen haben jedoch Kopfschmerzen, Schwindel, Atemnot oder Brustschmerzen. Solche Beschwerden können ein Hinweis auf einen bereits fortgeschrittenen Bluthochdruck sein. Deshalb ist es für die Früherkennung wichtig, den Blutdruck regelmäßig messen zu lassen.

  1. Risikofaktoren für Bluthochdruck

Zahlreiche Faktoren können das Risiko für Bluthochdruck erhöhen, darunter:

  • Genetische Faktoren: Menschen, in deren Familie Bluthochdruck vorkommt, haben ein höheres Risiko.
  • Alter: Ab 40 Jahren tritt Bluthochdruck häufiger auf.
  • Übergewicht: Übergewicht kann dazu führen, dass das Herz mehr arbeiten muss und der Druck auf die Gefäße steigt.
  • Bewegungsmangel: Wer sich nicht regelmäßig bewegt, riskiert einen Anstieg des Blutdrucks.
  • Salzkonsum: Zu viel Salz kann zu Wassereinlagerungen im Körper und zu erhöhtem Druck auf die Gefäßwände führen.
  • Rauchen und Alkohol: Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum verengen die Gefäße und können zu Bluthochdruck führen.
  • Stress: Dauerhafter Stress kann den Blutdruck erhöhen.
  1. Ernste Folgen von Bluthochdruck

Wird Bluthochdruck nicht unter Kontrolle gebracht, kann er eine Reihe ernster Gesundheitsprobleme verursachen, darunter:

  • Herzerkrankungen: Bluthochdruck kann zu Herzinfarkt und Herzschwäche beitragen.
  • Schlaganfall: Hypertonie erhöht das Schlaganfallrisiko, weil sie zum Verschluss oder Platzen von Blutgefäßen im Gehirn führen kann.
  • Nierenerkrankungen: Bluthochdruck kann die Nieren dauerhaft schädigen und zu Nierenversagen führen.
  • Augenprobleme: Blutungen im Auge, Sehverlust oder Netzhautschäden können infolge von Bluthochdruck entstehen.
  1. Behandlung von Bluthochdruck

Bluthochdruck lässt sich durch Änderungen des Lebensstils und gegebenenfalls mit Medikamenten kontrollieren. Diese Maßnahmen helfen Ihnen, Ihren Blutdruck im Griff zu behalten:

  • Ausgewogene Ernährung: Weniger Salz und eine gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse können helfen, den Blutdruck zu kontrollieren. Auch kaliumreiche Lebensmittel können zu ausgeglichenen Blutdruckwerten beitragen.
  • Regelmäßige Bewegung: Mindestens 150 Minuten moderate Ausdauerbewegung pro Woche können den Blutdruck senken. Gehen, Laufen, Schwimmen oder Radfahren sind hilfreich.
  • Gewichtskontrolle: Ein gesundes Körpergewicht ist wichtig, um den Blutdruck zu senken.
  • Rauchstopp und weniger Alkohol: Nicht zu rauchen und Alkohol nur in Maßen zu trinken, hilft wirksam bei der Kontrolle des Blutdrucks.
  • Stress vermeiden: Regelmäßige Meditation, Yoga und Atemübungen können den Stress reduzieren und helfen, den Blutdruck unter Kontrolle zu halten.
  • Regelmäßige Arztbesuche: Wer seinen Blutdruck regelmäßig messen lässt und die Empfehlungen seiner Ärztin oder seines Arztes befolgt, schützt sich vor langfristigen Komplikationen des Bluthochdrucks.
  1. Medikamentöse Behandlung

In manchen Fällen reichen Änderungen des Lebensstils nicht aus, und eine medikamentöse Behandlung wird notwendig. Zu den Medikamenten gegen Bluthochdruck gehören ACE-Hemmer, Diuretika, Betablocker und Kalziumkanalblocker. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt legt den für Sie passenden Behandlungsplan fest.

Fazit

Bluthochdruck lässt sich durch frühzeitige Diagnose und Behandlung unter Kontrolle bringen. Um die langfristigen Auswirkungen auf die Gesundheit so gering wie möglich zu halten, sind ein bewusster Lebensstil, regelmäßige ärztliche Kontrollen und die notwendige Behandlung sehr wichtig. Mit einem gesunden Lebensstil können Sie die Risiken des Bluthochdrucks verringern und gesund leben.

Termin vereinbaren

Terminanfrage

Hinterlassen Sie Ihre Daten – unsere Patientenberater rufen Sie zur Terminplanung an.