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Gesundheitsratgeber

Penisprothese

Eine Penisprothese kommt als letzte Option infrage, wenn andere Behandlungen der Erektionsstörung erfolglos geblieben sind.

Ideale Kandidaten für eine Penisprothese sind Patienten im sexuell aktiven Alter mit einer langjährigen organisch bzw. körperlich bedingten Erektionsstörung (Impotenz), denen medikamentöse Behandlungen nicht helfen oder voraussichtlich nicht helfen werden.

Penisprothesen werden operativ in die sogenannten Schwellkörper eingesetzt – den Bereich des Penis, der sich bei einer Erektion mit Blut füllt.

Nach ihrer Funktionsweise unterscheidet man semirigide Penisprothesen (fest und biegsam, bestehend aus Stahldrähten mit einer Silikonummantelung, zweiteilig) und hydraulische, aufpumpbare Penisprothesen (zwei- oder dreiteilig, befüllbar und dehnbar). Diese bestehen aus einer Pumpe, einem Reservoir und zwei Zylindern. Bei dreiteiligen Prothesen gibt es ein Reservoir, das die in den Zylindern zirkulierende Flüssigkeit speichert. Das Reservoir wird im Leistenbereich im Körper platziert, die Pumpe im Hodensack und die Zylinder in den Schwellkörpern des Penis.

Die Auswahl der passenden Prothese für den jeweiligen Patienten ist ein wichtiges Kriterium. Neben der Frage, ob sich der Prothesentyp mit einem komfortablen, komplikationsarmen Eingriff einsetzen lässt, müssen die Vor- und Nachteile der Prothese im Alltag des Patienten sorgfältig abgewogen werden. Aufpumpbare (dreiteilige) Prothesen gelten kosmetisch und physiologisch als die idealen Prothesen; bei Patienten, mit denen die Verständigung eingeschränkt ist, oder bei Patienten mit funktionellen Einschränkungen der Hände sollten sie jedoch nicht gewählt werden. In diesem Fall sind biegsame zweiteilige Silikonprothesen vorzuziehen.

Vor dem Eingriff sollte dem Patienten erklärt werden, dass die Prothese jederzeit eine für den Geschlechtsverkehr ausreichende Steifigkeit ermöglicht und dass Lust, Ejakulation und Befriedigung dadurch nicht beeinträchtigt werden.

Die Operation zur Implantation einer Penisprothese dauert 1,5–2 Stunden und erfordert einen stationären Aufenthalt von 1 Tag.

Nach der Operation wird empfohlen, etwa 1 Monat lang auf Geschlechtsverkehr zu verzichten. Der Operationszugang kann je nach Prothesentyp variieren; der Schnitt wird möglichst weit entfernt vom Penis gesetzt.

Das größte Risiko bei der Implantation von Penisprothesen ist eine Infektion. Kontrollen und Maßnahmen zur Infektionsvorbeugung während und nach der Operation müssen daher konsequent eingehalten werden.

Fazit: Für Patienten, bei denen andere Behandlungsmethoden der Erektionsstörung nicht wirken, ist die Penisprothese die einzige verbleibende Alternative. Vor der Entscheidung für eine Penisprothese sollte der allgemeine Gesundheitszustand des Patienten sorgfältig beurteilt und sichergestellt werden, dass keine andere Option besteht; zudem muss der Patient über alle möglichen Folgen aufgeklärt werden.

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