
DHI-Haartransplantation
DHI (Direct Hair Implantation) bedeutet „direkte Haarimplantation“. Bei diesem Verfahren werden die Grafts mit einem medizinischen Implanter namens Choi-Pen entnommen, der nur von Fachleuten verwendet werden sollte. Mit demselben Instrument werden die entnommenen Haare anschließend direkt in die Haut eingesetzt, ohne dass vorher Schnitte oder Kanäle angelegt werden. Während diese beiden Schritte bei herkömmlichen Methoden getrennt erfolgen, werden sie dank des speziellen Instruments zu einem einzigen Arbeitsgang zusammengefasst – das bedeutet mehr Komfort für den Patienten. Kurz gesagt: Bei der FUE-Technik umfasst der Eingriff drei Schritte, bei DHI nur zwei. Ziel ist es, die Qualität der Haartransplantation zu steigern, ein dichtes Ergebnis zu erreichen und dem Patienten – ohne das vorhandene Haar zu kürzen – eine rasche Rückkehr in den Alltag zu ermöglichen.
Wie wird die Haartransplantation mit der DHI-Technik durchgeführt?
Die DHI-Haartransplantation erfolgt unter örtlicher Betäubung und kann mit oder ohne Rasur vorgenommen werden. Die im Spenderbereich entnommenen Haarwurzeln werden mit dem DHI-Pen direkt in den Empfängerbereich eingesetzt.
Die aus dem Spenderbereich entnommene follikuläre Einheit wird in die Choi-Nadel eingelegt. Die Haarwurzeln passender Stärke werden in Nadeln unterschiedlichen Durchmessers geladen und im Winkel von 40–45 Grad einzeln entsprechend der zuvor erstellten Planung in den zu behandelnden Bereich eingesetzt. Die Choi-Nadel öffnet dabei einen Kanal in der Kopfhaut und schiebt die Haarwurzel gleichzeitig hinein.
Bei einer DHI-Haartransplantation werden mindestens 2 Choi-Pens und durchschnittlich 10–12 verschiedene Choi-Spitzen verwendet. Die Spitzen und Pens mit unterschiedlichen Durchmessern werden vor dem Eingriff individuell nach der Stärke der Haare ausgewählt.
Wie läuft der Eingriff ab?
Zunächst wird der Spenderbereich örtlich betäubt, und die Haarwurzeln werden mit dem speziellen Instrument entnommen. Anschließend beginnt das Einsetzen der entnommenen Haarwurzeln in die Kopfhaut mit diesem Spezialgerät.
Die Haarwurzeln werden mit dem speziellen Choi-Pen in die Kopfhaut eingesetzt. Dieser besitzt eine sehr feine, spitze Nadel, die aufgrund ihrer besonderen Bauweise eine Haarwurzel aufnehmen kann. Wird der Pen im richtigen Winkel in die Kopfhaut eingeführt und hinten ausgelöst, setzt er die Haarwurzel in die Kopfhaut ein.
Da diese Methode gesundes Gewebe schont, hat sie den Vorteil, eine deutlich dichtere Transplantation zu ermöglichen.
Ein häufiger Grund für die Wahl dieser Methode ist, dass die Wurzeln nach der Entnahme ohne Wartezeit sofort eingesetzt werden. Dadurch steigen die Anwachsrate und die Wahrscheinlichkeit, dass die Grafts gesund bleiben. Obwohl die Technik schon lange existiert, hat sie in letzter Zeit stark an Bedeutung gewonnen.
Der Eingriff dauert etwa 10–12 Stunden; es ist daher besonders wichtig, dass er von erfahrenen Fachleuten durchgeführt wird. Wie bei der robotergestützten Haarchirurgie und der FUE-Methode findet am ersten Tag nach dem Eingriff eine Kontrolle statt. Am zweiten Tag beginnen die Haarwäschen, die acht Tage lang fortgesetzt werden.
Welche Vorteile bietet die Methode?
- Da das Öffnen des Kanals und das Einsetzen der Haarwurzel gleichzeitig erfolgen, können die entnommenen Haarwurzeln ohne lange Wartezeit eingesetzt werden.
- Sie ermöglicht eine deutlich dichtere Transplantation und ein sehr natürliches Erscheinungsbild.
- Dank des Spezialinstruments verkürzt sich die Zeit, die die Wurzeln außerhalb des Körpers verbringen. So wird das Risiko des Graftverlusts minimiert.
- Vorhandenes Haar wird nicht beschädigt. Die Methode kann auch bei Patienten angewendet werden, deren Haarausfall noch nicht abgeschlossen ist.
- Der Patient erholt sich schnell.
Bin ich für eine DHI-Haartransplantation geeignet?
Vor einer DHI-Haartransplantation werden Sie ausführlich untersucht. Um sicherzustellen, dass keine gesundheitlichen Gründe gegen den Eingriff sprechen, wird in dieser Phase das allgemeinchirurgische Protokoll angewendet. Neben den erforderlichen Tests und Blutuntersuchungen wird auch der Spenderbereich analysiert.
Eine ausführliche, individuelle Beratung unter Berücksichtigung von Alter und Art des Haarausfalls ist im Hinblick auf künftigen Haarverlust und die Zufriedenheit des Patienten äußerst wichtig.
Nach der DHI-Haartransplantation
Ein bis zwei Tage nach der DHI-Haartransplantation erfolgen die Wundversorgung und die erste Haarwäsche. Dabei wird der Zustand der Haarwurzeln kontrolliert. Danach lassen die Beschwerden rasch nach. Die ersten Tage sind die empfindlichste Phase nach einer DHI-Haartransplantation. Ab dem zweiten Tag kann der Patient in sein Heimatland zurückreisen.